Impuls zum Tagesevangelium 27.03.2020 (Joh.7,1-2.10.25-30)

Bild von Ria Sopala auf Pixabay
Zu meinem täglichen Ritual gehört es, morgens den PC hochzufahren und einmal zu schauen, was es an aktuellen Nachrichten gibt und was es in den sozialen Medien so zu lesen gibt. Da liest man derzeit viel von Solidarität und vielfältigen kreativen Angeboten, sich in der aktuellen Situation zu unterstützen: Einkaufsangebote, Telefonketten, kleine Videos mit Kochrezepten oder Bastelanleitungen, und auch die vergessen geglaubte Brieffreundschaft erlebt einen neuen Aufschwung. Und im selben Moment liest man von Hamsterkäufen; von VerkäuferInnen die verbal angegriffen werden und von Menschen, die noch immer größere Partys feiern.
Aber… was hat das mit unserem heutigen Tagesevangelium zu tun? Jesus sagt uns: „… ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für meine Wahrheit.“ Jesus lehrt also nicht für sich und sein Ego, sondern er verkündet den, der ihn gesandt hat. Das heißt ja dann, ich verkündige mich nicht selber, sondern ich verkündige die frohe Botschaft. Jetzt könnte man sich ja erst einmal gar nicht davon angesprochen fühlen. „Ich lehre ja nicht und ich verkündige nicht“. Aber ich sehe in diesem Jesus-Wort auch einen Auftrag an jede Christin und jeden Christen. Eine kleine Aufmerksamkeit, ein nettes Wort, ein hinhörendes Ohr. Und wenn ich dann gefragt werde, warum ich das tue, kann ich sagen: „Aus meiner Überzeugung – meinem Glauben hinaus.“ Nächstenliebe – Solidarität ist das, was uns als Christen ausmacht. Daran erinnert uns Jesus heute: „Es geht nicht um mich, sondern um den, der mich gesandt hat.“
Mit herzlichen Grüßen,
Ihr/Euer Michael Bredohl