Impuls zum Tagesevangelium 23.3. Joh 4, 43-54
„Meine Hoffnung und meine Stärke“, das Lied kam mir als erstes in den Sinn, beim Lesen des heutigen Tagesevangeliums.
Da reibt man sich natürlich zuerst an Jesu Worten: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht.“ Damit beschreibt Jesus – besser gesagt der Evangelist Johannes – etwas zutiefst menschliches. Was wir nicht sehen, erfahren, spüren – das glauben wir Menschen erstmal nicht. Oder: Was der Bauer nicht kennt – isst er nicht. Ich würde mir auch manchmal wünschen, Gott hätte eine klare, deutliche Ansage für mich, wie man es vielleicht aus schlechten Hollywood-Filmen kennt. Ein Chor schalmeit einen himmlischen Gesang, ein helles Licht geht auf und eine Stimme sagt mir die Antwort auf alle meine Fragen. Aber… so funktioniert das leider nicht. Wir müssen sehr fein hinhören, auf die kleinen Zeichen, die uns Gott in unser Leben sendet. Das hat viel mit Vertrauen und Hoffnung zu tun. Gerade in der momentanen Situation fällt das vermutlich nicht nur mir schwer. Hier entwickelt sich mancherorts ein seltsames Gottesbild: Weil wir nicht auf Gott gehört haben, schickt er uns
Krankheiten… NEIN, das ist auch nicht das Gottesbild, das ich haben will! Ich habe am Samstag ein altes Bild von mir gefunden, das mir in der Situation etwas weiterhilft:

„Wenn du nur noch deinen Schatten siehst, dann bedenke, das du die Sonne im Rücken hast!“ (Verfasser mir leider unbekannt)
Wenn wir also die Hoffnung, das Vertrauen, die Geborgenheit nicht immer fassen können, so können wir uns aber Gott in unserem Rücken sicher sein.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in die Woche – bleiben Sie gesund.
Ihr/Euer Michael Bredohl