
Impuls zu Tagesevangelium vom 03.04. (Joh.10,31-42)
Zum heutigen Tagesevangelium habe ich dieses Bild der kleinen Pflanze am Felsen gewählt.
Warum? Die Pflanze setzt sich hartnäckig durch und wächst, obwohl es auf diesem Felsen scheinbar gar nicht möglich ist, zu wachsen. Das weiß die Pflanze natürlich nicht…. Sie wächst einfach.
Dinge als „Unmöglich“ einzuschätzen ist etwas, das nur wir Menschen können. Das ist ja oftmals gut, manchmal aber auch einschränkend und hemmend.
Das passt eigentlich auch sehr gut auf das heutige Tagesevangelium. Jesus ist hier abermals in ein Streitgespräch verwickelt und kann sich nur knapp der Festnahme entziehen. Dabei haben seine Gegner wohl schon seine Werke erkannt – zumindest wollen sie ihn nicht deswegen steinigen. Aber sie erkennen nicht, wer Jesus zu den Menschen gesandt hat. Das ist ja auch nur schwer zu verstehen. Viele sagen, das ist unmöglich, das kann ich nicht glauben!
Die Pflanze weiß nicht, das sie dort eigentlich nicht wachsen kann – sie tut es einfach. Und so ist es bei mir auch mit dem Glauben. Manches kann ich nicht erklären, manches ist vielleicht auch – aus rein menschlicher Logik – unmöglich. Aber: Ich glaube es.
Und im Tagesevangelium zeigt uns Jesus noch etwas: Er gibt nicht auf, er bleibt weiter hartnäckig. An Jesu Stelle hätte ich vermutlich schon lange gesagt, das ist sinnlos, ich gebe diese Menschen auf.!
„Wer nicht will, der hat schon!“ Aber so ist ER nicht. ER wendet sich uns Menschen immer wieder zu. Egal wie hartnäckig wir uns abwenden.
Ihr/Euer Michael Bredohl