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Impuls zum Tagesevangelium vom 02.04. (Joh.8,51-59)
„Noch ehe Abraham wurde, bin ich.“
In den ganzen letzten Tagen haben wir von Jesu Streitgesprächen mit den Schriftgelehrten und Pharisäern gelesen und gehört. Zum Beginn des 8. Kapitels des Johannesevangeliums soll die Ehebrecherin gesteinigt werden und der heutige Abschnitt endet damit, das Jesus sich selbst vor geworfenen Steinen in Sicherheit bringen muss. In dieser sich zuspitzenden Streitsituation wirft Jesus alle Argumente in eine Waagschale. Er bezieht sich auf Abraham und gibt zu erkennen, das er schon war, ehe Abraham wurde. Doch auch auf dieses Argument hören seine Gegner nicht mehr.
Jesus betont hier sehr klar die Wurzeln. Er stellt sich selber – und somit auch uns heutigen Christen – in die Tradition Abrahams, also in eine Tradition auf die sich gleichermaßen Juden, Christen und Muslime berufen. Wenn wir aus diesem Wort Jesu für die aktuelle Situation etwas aufgreifen können, dann, das wir füreinander da sind, unabhängig von der Religion, unabhängig vom Alter und unabhängig vom Einkommen. Oder um es mit den „Bläck Fööss“ zu sagen: „Ich ben Grieche, Türke, Jude, Moslem un Buddhist,mir all, mir sin nur Minsche, vür‘m Herjott simmer glich.“
In diesem Sinne, bleiben Sie gesund.
Ihr/Euer Michael Bredohl