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Impuls zum Tagesevangelium vom Samstag der Osteroktav (Mk.16,9-15)
„Es läuten alle Glocken, sie läuten nah und fern. Sie rufen und zur Kirche, wir Kinder kommen gern. Gott liebt die Kinder, er lädt uns alle ein. Gott liebt die Kinder, wir wollen bei ihm sein“
Das Lied haben wir in meiner Grundschulzeit immer zum Beginn des wöchentlichen Schulgottesdienstes gesungen und irgendwie ist mir das Lied noch über 30 Jahre später präsent. Vielerorts läuten die Glocken zu bestimmten Zeiten: 3x am Tag erinnern sie uns im Angelusläuten an die frohe Botschaft, die Maria vom Engel des Herrn empfangen hat. Sie rufen uns in normalen Zeiten zum gemeinsamen Gottesdienst. Auch zu besonderen Anlässen wird geläutet – zum Jahreswechsel, wenn wir einen neuen Papst haben oder zu außergewöhnlichen Anlässen – so im Moment abends um 19:30 als Zeichen der Gemeinschaft. Auf dem letzten Weg eines Menschen läutet oft die „Totenglocke“ und das feierliche „Gloria“ in der Osternacht, wäre ohne Vollgeläut vermutlich auch nicht denkbar.
Das bringt mich zum heutigen Tagesevangelium, oder eher zum letzten Satz des Tagesevangeliums: „Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen.“ Oft sind unsere Tage von Terminen oder Aufgaben durchgetaktet oder wir genießen Zeit in Ruhe und „Nichtstun“. In beiden Fällen erinnert uns das Läuten daran, das Gott mit uns ist und uns begleitet und das wir unseren Alltag kurz unterbrechen, uns dessen bewusst zu werden. Gott kann im Alltag schon einmal in den Hintergrund treten, das regelmäßige Läuten erinnert uns daran, das Gott uns liebt und uns alle einlädt:“ Hinaus in die Welt zu gehen und das Evangelium zu verkünden.“
Ihr/Euer Michael Bredohl