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Auch im Kleinen das Große sehen.
„Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit!“ Dieser Satz ist wohl eines der bekanntesten Zitate des letzten Jahrhunderts. Neil Armstrong sagte ihn, als er als einer der ersten Menschen den Mond betrat. Ein kleiner Moment mit einer großartigen Auswirkung.
Auch im heutigen Tagesevangelium geschieht etwas mit großartiger Auswirkung. Jesus vermehrt auf wundersame Weise Brot und Fisch und es bleibt sogar noch etwas übrig. Gott gibt uns Menschen so viel, dass es für alle ausreicht und sogar noch etwas übrigbleibt. Aber es ist eine weitere Person in diesem Evangelium, die mich beeindruckt: der Junge, der fünf Brote und zwei Fische hergibt…. Was ist das schon?
Betrachten wir die ganze Szene einmal aus dem Blick des Jungen: Er gibt alles her, was er hat und erntet erstmal nur Kritik. „Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische, doch was ist das für so viele?“ Vielleicht war der Junge da etwas betrübt. Da gibt man alles, was man hat und es reicht trotzdem nicht aus. Doch dann sieht er, was Jesus daraus macht. Er spricht das Dankgebet über Brote und Fische und teilte diese dann aus.
Der kleine Junge wird an dem Tag vielleicht folgendes erfahren haben: Wenn ich gebe, was ich habe – und sei es auch noch so klein und vermeintlich wenig – Gott macht etwas Großartiges daraus. Und so können auch wir erfahren, dass wir immer auf dem richtigen Weg sind, wenn wir geben, was wir können – Gott macht etwas Großes daraus.
Ihr/Euer Michael Bredohl