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Impuls zum Tagesevangelium vom Mittwoch der 3. Osterwoche [F] – Katharina von Siena (Mt.11,25-30)
1347 wurde Katharina in Siena als Kind eines Wollfärbers geboren. Schon früh hatte sie erste mystische Christusbegegnungen und trat 1365 dem dritten Orden der Dominikaner bei. Sie ist in vielerlei Hinsicht eine Starke und herausragende Persönlichkeit. So ist sie eine von (nur!) vier Kirchenlehrerinnen, lebte in strenger Buße und diente den armen und kranken Menschen. Sie hat sich einen Namen gemacht, als sie sich für notwendige Reformen in der Kirche stark machte und an der Rückkehr des Papstes nach Rom beteiligt war. Die Kirche feiert am heutigen 29. April den Gedenktag der Patronin Italiens und der Schutzpatronin Europas. Aber es wird auch heute vielerorts der Tag der Diakonin begangen, um sich für die Zulassung von Frauen zum Diakonat einzusetzen.
Damals wie heute – so kann sich sicher jeder vorstellen – war und ist der Weg steinig, sich für Reformen in der Kirche einzusetzen. Im Bild des heutigen Tagesevangeliums: Der Einsatz für Veränderungen und Reformen in der Kirche ist oft beladen und die Menschen, die diesen Einsatz wagen von der Schwere des Jochs geplagt. Katharina wird sicher auch nicht immer auf offene Ohren gestoßen sein und vielen Frauen und Männern, die heute nötige Veränderungen einfordern, geht es genauso. Jesus gibt all den Menschen heute mit auf den Weg, dass sie mit ihren Sorgen, Nöten und Wünschen zu ihm kommen können. Sein Joch drückt nicht und er nimmt die Last. Und so wie wir mit den Sorgen und Lasten zu ihm kommen können, sendet er uns auch immer aufs Neue Menschen, wie Katharina von Siena, die ein Joch auf sich nehmen und im tiefen Glauben und im Wissen um Jesu Beistand Veränderungen bewirken.
Ihr/Euer Michael Bredohl