Impuls zum Mittwoch der 24. Woche im Jahreskreis

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Impuls zum Mittwoch der 24. Woche im Jahreskreis (G: hl. Cyprian & Cornelius) (Lesungen)

Einführung:

Die Kirche gedenkt heute den hl. Cyprian und Cornelius.

Zumindest der letztere dürfte hier in Aachen bekannt sein, durch den Ortsteil Kornelimünster. Hier werden verschiedene Reliquien verehrt – neben der Kornelioktav auch alle 7 Jahre zur Heiligtumsfahrt Kornelimünster, die zeitgleich zur Heiligtumsfahrt in Aachen und Mönchengladbach stattfindet. Cyprian war Bischof von Nordafrika und Cornelius Papst. Beide vertraten eine vergleichsweise milde Praxis gegenüber abgefallenen Christen. Beide waren von einer Liebe für die Menschen geprägt und bezahlten diese mit dem Märtyrertod bzw. der Verbannung.

Der Apostel Paulus macht uns heute auch die Liebe zum Mittelpunkt. In seinem ersten Brief an die Gemeinde in Korinth erinnert er daran, was und wie die Liebe ist, bzw. sein soll.

Impuls:

„Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“ So endet die heutige Lesung und das ist vermutlich auch einer der bekanntesten Sätze aus dem neuen Testament – gerne verwendet bei Hochzeiten. Aber mir geht es heute um einen anderen Satz, den man vermutlich nicht so präsent hat, wie den Abschluss dieser Lesung: „Ich zeige euch jetzt noch einen anderen Weg, einen, der alles andere übersteigt.“

Petrus leitet also bewusst das „Hohelied der Liebe“ als einen anderen Weg ein, einen Weg, der alles andere übersteigt. Vorher hatte er in seinem Brief an die – zu der Zeit gespaltene und zerstrittene Gemeinde in Korinth – bereits von dem einen Leib und den vielen Gliedern geschrieben. Aber für Petrus steht hier die Liebe im Vordergrund – ohne die wir letztlich nichts wären.

Mir ist nicht bekannt, ob Cyprian und Cornelius die Worte des Petrusbriefes geleitet haben in ihrer Haltung, den abgefallenen Christen mit Liebe zu begegnen, aber sie dürften diesen Brief sicher gekannt haben. In meiner Vorstellung war es vielleicht ein Motiv der beiden Heiligen, Ihre Haltung bis zum Tod durchzuhalten.

Amen

Impuls aus der Wortgottesfeier vom 16.09. in der Fronleichnamskirche Aachen

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