Impuls zum Mittwoch der 34. Woche im Jahreskreis

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Impuls zum Mittwoch der 34. Woche im Jahreskreis (Lesungen)

Einführung:

In den heutigen Tageslesungen wird ein richtig schöner Spannungsbogen gezogen. Von Mose und dem wandernden Volk Israel über Jesus – das Lamm Gottes bis weit hinein in unsere Zeit. Wenn man so will, dann wird ein notenreiches Lied gesungen, dessen Melodie uns wie ein Ohrwurm begleitet. Gott liebt diese Welt! – Als er Israel aus der Hand des Pharaos befreite, als er uns seinen Sohn in die Welt schickte und wenn er uns im Wort und Brot begegnet.

Impuls:

Singt dem Herrn ein neues Lied – oder vielleicht ein altes Lied mit neuen Tönen und neuer Melodie – aber dem gleichen Text?

Gott liebt diese Welt, so haben wir begonnen. Und diesen Bogen greift auch Johannes in seiner Offenbarung auf. In der letzten Woche haben wir ja schon gehört, unter welchen Umständen er seine Bilder gezeichnet hat, oder – um im heutigen Bild zu bleiben – mit welchen Noten er uns seine Lieder schrieb. Er schreibt uns das Lied des Mose, natürlich in vielen Moll-Tönen, mit epischen Orchesterszenen und lauten Bläsern und Trommeln. Aber auch mit Abschnitten in Dur – verheißungsvoll, geborgen – angekommen im Land der Verheißung.

Dieser melodische Wechsel zwischen Moll und Dur – also zwischen Leid und Freud – zieht sich durch die ganzen Zeiten. Der Evangelist Lukas gibt heute seinen Lesern mit, dass wir auf Gott vertrauen sollen, auch wenn uns das Lebenslied in Moll geschrieben steht. Gott wird es wenden, uns die richtigen Worte geben, um es zu drehen – wenn wir standhaft bleiben – Also auf Gott vertrauen und uns nicht anderen vermeintlichen Göttern, Führern oder Meinungsbildnern zuwenden. Oder um nochmal das Bild der Lieder zu bemühen…. Wo die ganze Welt zum 4/4 Mainstream-Takt tanzt, singe ich im 5/4 Takt.

Amen

Impuls aus dem Wort-Gottes-Dienst vom 25.11. in der Fronleichnamskirche Aachen

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