Impuls zum Mittwoch der 8. Woche im Jahreskreis

Lesungen

Einführung:

Heute ist der Mittwoch der 8. Woche im Jahreskreis, aber auch der erste Mittwoch nach dem Eurovision Songcontest – und ja… natürlich ist auch heute der erste Mittwoch nach Pfingsten.

Ich könnte jetzt viel darüber sagen, was Pfingsten und der ESC für mich verbindet. Viele sprechen mit einer Stimme – der Stimme der Musik, der Stimme der Verbundenheit, der Stimme der Verständigung.

Aber es geht mir heute noch um einen anderen Aspekt.

Im Tagesevangelium hören wir davon, ein Wettbewerb darum beginnt, wer rechts und links neben dem Herrschaftsthron sitzen darf. Ein Wettbewerb, wo es um Macht und Egoismus geht.

Das diese Attribute keine sind, die uns Gott näher bringen, das zeigt auch der heutige Tagesheilige Phillip Neri, der auf Grund seines Humor aber auch dem Dienst an den Armen und Kranken zurecht heiliggesprochen wurde.

Impuls:

„Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt
und begannen, in anderen Sprachen zu reden,
wie es der Geist ihnen eingab.“, so hören wir die Pfingsterzählung in der Apostelgeschichte.

Am Samstag fand das diesjährige Finale des Eurovision Songcontest in Rotterdam statt und ich finde dieses Ereignis jedes Jahr aufs Neue faszinierend. Man kann jetzt natürlich sagen, dass der ESC ein kommerzielles Event ist und sich darum ein Vergleich mit dem heiligen Geist verbietet. Dem würde ich sogar zustimmen und ich will beides auch nicht vergleichen, aber bemerkenswert finde ich den ESC – bei aller Kritik – dann doch.

Eine Vielzahl verschiedener Nationen begegnet sich gemeinsam in der Musik, sie treten friedlich gegeneinander an und begeistern durch ihre Beiträge viele Menschen hinweg über Landesgrenzen. Ich schaue mir das jedes Jahr an, und jedes Jahr fasziniert mich ein anderes Land, ein anderer Beitrag.

Hier steht mal 3 Stunden lang nicht die Feindschaft der Länder auf dem Plan, nicht die Feindschaft zwischen den Religionen an erster Stelle, sondern die Musik und die Begeisterung. Eine andere Art der Konkurrenz wird hier gut sichtbar. Die Konkurrenz darin, die Menschen mit meinem Können, meinen Gaben, meinen Charismen zu erreichen und zu verbinden.

Vielleicht ist das auch etwas, das Markus in seinem Evangelium uns heute mitgeben möchte. Eifert einander nach im Dienst an den Menschen; überbietet euch darin, Menschen zu verbinden und zu begeistern – Nicht um deiner selbst Willen oder der Macht wegen, sondern um der Menschen wegen.

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