Impuls zum Mittwoch der 19. Woche im Jahreskreis (g hl. Klara)

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Impuls zum Mittwoch der 19. Woche im Jahreskreis (g hl. Klara) (Lesungen)

Einführung:

Klara, 1194 in Assisi geboren, ließ sich vom Armutsideal des hl. Franziskus begeistern, als sie ihm mit achtzehn Jahren begegnete. Am Palmsonntag 1212 erhielt sie von Franziskus im Portiunkula-Kirchlein das raue Bußkleid und legte die Ordensgelübde ab. Die Familie, vor allem der Vater, widersetzte sich heftig, gab aber schließlich nach. Später folgten zwei ihrer Schwestern und nach dem Tod des Vaters auch ihre Mutter Klaras Beispiel. Franziskus erwarb für sie das Klösterchen San Damiano; hier fanden die ersten „Klarissen“ ihre Heimat. Sie lebten in großer Strenge und äußerster Armut. Klara überlebte Franziskus um 27 Jahre. Sie hatte viele Prüfungen, vor allem ein schmerzliches Siechtum, zu erleiden, war aber immer fröhlich. Und fröhlich starb sie am 11. August 1253.

In unseren heutigen Texten hören wir viel vom Verlassen und Aufgeben, um die Nachfolge Christi anzutreten – so wie es Klara und viele andere getan haben. Wie sieht es in heutigen Tagen mit der Nachfolge aus?

Impuls:

„Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.“

Das ist schon ein gewaltiger Anspruch, alles zu verlassen, was einem lieb ist. Familie, Freunde, Bekannte, das soziale Umfeld – seinen Wohlfühlraum. In der heutigen Zeit – und das merken wir besonders im Nachwuchs der Priester/ Diakone oder Ordensleute – scheint es nur noch wenige Menschen zu geben, die in dieser Form Jesus nachfolgen. Aber ist das die einzige Form der Nachfolge? Vor einiger Zeit hatte ich schonmal gesagt, dass die Zeit, die wir geben in der Gemeindearbeit, im Ehrenamt, im Gebet auch „Verlassen“ ist. Wir opfern viel Zeit, die wir sonst mit Familie, Freunden etc. hätten verbringen können. Diese Hingabe der Zeit wird oft nicht gesehen oder wertgeschätzt, aber sie steht für mich in einem Rang wie die Aufgabe der Familie.

Dennoch dürfen wir dabei nicht vergessen, dass es auch heute noch Christen gibt, die Familie und Freunde verlassen müssen, um gefahrlos Christ sein zu dürfen. Daher möchte ich heute all die mit ins Gebet nehmen, die Verfolgung oder Ablehnung hinnehmen müssen, um Christ sein zu dürfen.

Impuls aus der Wort-Gottes-Feier vom 11.08.2021 in der Fronleichnamskirche Aachen

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