Impuls zum 4. Mittwoch der Osterzeit

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Impuls zum 4. Mittwoch der Osterzeit (Lesungen)

Einführung:

In der Lesung hören wir heute, wie die frühe Kirche die Ausbreitung des Glaubens voller Begeisterung betrieb. Man könnte neidisch werden, wenn man an die heutige Lähmung bei uns denkt. Was jedoch damals möglich war, das geht auch heute, wenn wir uns wie die ersten Glaubenszeugen damals vom Heiligen Geist erfüllen lassen und uns auf den Weg zu den Menschen machen. Jesus selbst hat als Gesandter des Vaters Licht in die Welt gebracht, damit niemand in Finsternis leben muss. Hören wir auf sein Wort, das er uns vom Vater ausrichtet, und geben wir es beherzt an die Mitmenschen weiter.

Impuls:

Als mein Patenkind Larissa noch kleiner war und wir in Berlin unterwegs waren, wurde mir oder ihr manchmal von fremden Menschen gesagt: „Mensch, du siehst ja ganz aus wie der Papa!“ Sie konnte das noch nicht so wirklich verstehen und ich habe das dann auch nicht weiter kommentiert. Es ist natürlich Quatsch…. Zum einen bin ich der Patenonkel und nicht verwandt, zum anderen ist Larissa hellblond und mit strahlend blauen Augen (man muss die Ähnlichkeit ja förmlich sehen!)

Heute wäre ihr das sicherlich peinlich…

„Ganz der Papa!“ das ist so ein Satz, den ich ohnehin immer etwas befremdlich fand. Auch wenn ich – ohne Zweifel – sehr viel Ähnlichkeit mit meinem Vater habe, so bin ich gewiss nicht „Ganz der Papa!“ – ebenso wie Larissa ihrer Mama ähnlich sieht – ist sie doch gewiss nicht „Ganz die Mama!“

 „Wer an mich glaubt, glaubt an den, der mich gesandt hat. Wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. … Was ich sage, sage ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.“ Ganz der Papa also? Nicht in unserem Sinne, sondern: Ganz der Vater! Ganz und gar!  Wenn bei uns ein Kind seinem Vater ähnelt, ist und bleibt es eine eigenständige Persönlichkeit. Gut, wenn Eltern darum wissen und das zulassen und fördern. Ganz der Papa! Das gilt von Äußerlichkeiten und Eigenarten. Aber letzten Endes sind und bleiben Mutter und Tochter, Vater und Sohn eigenständige Persönlichkeiten. So sollte es wenigstens sein! Hier bei Jesus ist das etwas anderes. Im Sinne des Johannesevangelium kann man sagen: Ganz der Vater. In Jesus bekommen wir Menschen es mit Gott selbst zu tun – und das in äußerster Konsequenz: „Wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.“ Konsequenter kann man es kaum sagen: Gott kommt zur Welt. Gott wird Mensch. Jesus ist Gott

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