Impuls zum 5. Mittwoch der Osterzeit

Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Impuls zum 5. Mittwoch der Osterzeit (Lesungen)

Einführung:

Wenn man im Duden nach dem Wort „bleiben“ sucht, wird einem eine sehr interessante Herkunft aufgezeigt. So kommt das Wort wohl aus dem mittelhochdeutsch „beliben“ oder althochdeutsch „biliban“ und bedeutet eigentlich „kleben bleiben und ist verwandt mit dem Wort Leim.

Das ergibt für mich ja auch Sinn. Umgangssprachlich sagt man ja auch schonmal „Gestern Abend bin ich bei XY kleben geblieben“ oder wenn man die Versetzung in eine höhere Schulklasse verpasste, ist man auch „kleben geblieben“

Im heutigen Tagesevangelium geht es auch um das „Bleiben“ – um das „Kleben bleiben“, das Anhaften an Jesus. Das das nicht immer einfach ist, das wissen wir sicher alle aus unseren Erfahrungen.

Impuls:

Ich glaube in den 90er Jahren gab es eine Werbung eines großen Bierherstellers mit dem eingängigen Lied „Oh Won´t you stay, just a little bit longer!“ – möchtest du nicht ein kleines bisschen länger bleiben. Nun will ich hier sicher keine Werbung für Bier machen, aber ich finde das Bild, das gezeichnet wird, doch sehr interessant. In der Werbung wird ein geselliger Abend mit Freunden und Bekannten gezeichnet, vielleicht gerade so im letzten Moment vor dem Aufbruch nach Hause, hinaus aus dieser vertrauensvoll geselligen Runde. Im Hintergrund läuft das Lied, das danach fragt, ob man nicht noch ein bisschen bleiben möchte. Und diese Situationen kennen wir sicher alle…. Man möchte noch nicht nach Hause und zurück in den Alltag, sondern in diesem schönen Moment verharren, doch verschiedenste Verpflichtungen machen es uns eben nicht möglich noch ein wenig zu bleiben. Wir müssen am nächsten Morgen früh aufstehen, wir haben ein Meeting, die Kinder müssen ins Bett usw.

„Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch!“ Das sagt uns Jesus heute zu. Anders als das Bild der geselligen Runde, die sich irgendwann auflösen muss, bleibt Jesus bei uns, wenn wir uns entschieden haben ihm zu folgen. Selbst dann, wenn wir zweifeln, wenn wir ihn ausblenden.

Und hier bin ich bei der Herkunft des Wortes „bleiben“.

Jesus sagt uns zu, im ganz positiven Sinne an uns kleben zu bleiben – mit uns in Verbindung zu bleiben – uns durch Leid zu begleiten. Jesus bleibt in uns. Oh, wont you stay a little bit longer heißt für Jesus -> auf Ewig.

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