ein Papst, der Türen geöffnet hat

Bild von Annett_Klingner auf Pixabay

Es war ein leiser Anfang.
Kein Pomp, kein Pathos.
Ein einfaches: „Guten Abend“,
als Jorge Mario Bergoglio sich am 13. März 2013 als Papst Franziskus vorstellte.
Und dann das Unerwartete:
Bevor er selbst den Segen erteilte,
bat er die Menschen auf dem Platz,
sie mögen ihn zuerst segnen.

Schon in diesem ersten Moment wurde klar:
Hier kommt einer, der Kirche anders leben will.
Ein Papst, der zuhört.
Der nicht von oben herab spricht,
sondern von Mensch zu Mensch.
Der nicht glänzt, sondern dient.

Franziskus hat Wege geöffnet,
für viele, die sich fremd fühlten in der Kirche.
Er hat Armut, Umwelt, Flucht und Gerechtigkeit
zu Herzensthemen gemacht.
Er hat niemanden verurteilt,
aber oft den Finger in die Wunde gelegt –
auch die Wunden der Kirche selbst.

Unvergessen bleibt der Moment,
als er während der Corona-Pandemie
allein auf dem leeren, nassen Petersplatz stand,
um der Welt den Segen zu spenden.
Ein alter Mann,
einsam vor der Basilika –
und doch so voller Hoffnung.
Ein Bild, das vielen Menschen in dunkler Zeit Kraft gegeben hat.

Franziskus war nicht perfekt.
Aber er war echt.
Er war der Papst, der uns gelehrt hat,
nicht nur über Barmherzigkeit zu sprechen –
sondern sie zu leben.
Mit kleinen Schritten. Mit offenem Blick.
Mit offenen Türen.

In unserer Gemeinde, die sich auf den Weg gemacht hat,
Kirche anders zu leben,
bleibt Franziskus ein wichtiger Begleiter.
Ein Rückenwind,
ein leiser Mutmacher.

Nun ist er heimgegangen.
Wir vertrauen darauf, dass der Gott,
dessen Nähe er unermüdlich bezeugt hat,
ihn mit offenen Armen empfängt.

Danke, Franziskus.
Für deine Schritte.
Für deinen Mut.
Für dein „Guten Abend“.

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