Gerettet aus Liebe

Bild von Uwe Dahlke auf Pixabay

Johannes 3,16–21 – „Gerettet aus Liebe“

der vielleicht bekannteste Satz der Bibel steht in diesem Evangelium:
„So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.“

Manchmal hören wir solche großen Sätze und sie prallen fast an uns ab. So groß, so gewaltig – und doch sollen sie in unser kleines Leben hineinscheinen.
Was heißt das heute für uns?

Gott liebt die Welt. Diese Welt, wie sie ist – nicht eine perfekte Welt, nicht eine Welt, die alles richtig macht. Er liebt diese zerbrochene, oft unvollkommene Welt, zu der auch wir gehören.
Und Gott liebt nicht nur „irgendwie“ oder „theoretisch“. Seine Liebe wird konkret: Er sendet seinen Sohn. Er kommt selbst mitten hinein in unser Leben, mit seinen Höhen und Tiefen, seinem Licht und seinen Schatten.

Jesus kommt nicht, um zu verurteilen. Nicht, um Fehlerlisten zu schreiben.
Sondern um zu retten. Um zu heilen. Um uns in das Licht zu führen.

Das Evangelium spricht heute auch von Dunkelheit.
Es gibt Dinge in unserem Leben, die wir lieber verstecken. Entscheidungen, auf die wir nicht stolz sind. Verletzungen, die wir nicht zeigen wollen.
Aber Jesus kommt nicht, um uns für diese Dunkelheiten zu bestrafen. Er lädt uns ein, sie ins Licht zu bringen. Er lädt uns ein, ehrlich zu werden – mit uns selbst und mit Gott.
Denn nur, was im Licht ist, kann heilen.

Charles de Foucauld, der viele Jahre allein in der Wüste lebte, hat einmal gesagt:
„Sich dem lieben, guten Gott überlassen wie ein Kind in den Armen seiner Mutter.“
Das ist die Haltung, zu der Jesus uns einlädt: Vertrauen. Offenheit. Sich fallenlassen in die Arme dessen, der nicht richtet, sondern rettet.

Mich fordert dieser Text aus dem Evangelium heraus:
Zu glauben, dass Gott mich so liebt, wie ich bin.
Und mich zu trauen, in seinem Licht zu leben.

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