
Bild von Michael Henkel auf Pixabay
Heute ist kein lauter Tag.
Heute ist einer von diesen Tagen,
an denen man merkt:
Das Leben kann kippen.
Es gibt Tage, da bricht etwas weg.
Da hält nichts mehr.
Da passen keine schnellen Antworten.
Karfreitag ist so ein Tag.
Jesus hängt am Kreuz.
Nicht als Held.
Nicht als Sieger.
Sondern ausgeliefert.
Verletzt.
Am Ende.
Und das ist schwer auszuhalten.
Weil wir das kennen.
Diese Momente,
wo man nichts mehr schönreden kann.
Wo man einfach nur noch da steht –
oder sitzt –
oder zusammenbricht.
Und genau da ist Gott.
Nicht drüber.
Nicht daneben.
Sondern drin.
Im Schmerz.
In der Ohnmacht.
In diesem „Ich kann nicht mehr“.
Karfreitag sagt nicht: „Alles wird gut.“
Karfreitag sagt:
Du bist nicht allein, wenn es nicht gut ist.
Vielleicht ist das die leise Hoffnung dieses Tages:
Dass selbst im Dunkel einer mitgeht.
Dass selbst im Ende einer noch da ist.
Still.
Aushaltend.
Mit uns.