Der Jahreswechsel ist jedes Jahr derselbe Zaubertrick.Zwölf Uhr. Countdown. Konfetti. Feuerwerk.Und für einen kurzen Moment tun wir kollektiv so, als hätte die Welt gerade einen Neustart-Knopf gedrückt. Hat sie nicht. Die Rechnungen bleiben. Die Sorgen auch.Die kaputten Systeme erst recht. Das neue Jahr beginnt nicht „frisch“. Es beginnt beladen. Wir reden uns den Jahreswechsel schön„Zum Jahreswechsel“ weiterlesen
Autor-Archive:Micha B
Predigt zum 2. Weihnachtsfeiertag (hl. Stephanus)
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay Liebe Schwestern und Brüder, Weihnachten liegt erst einen Tag hinter uns. Vielleicht brennen bei manchen noch die Kerzen. Vielleicht klingt noch ein Lied nach. Vielleicht ist auch schon wieder Stille eingekehrt. Und genau in diese Stille hinein stellt uns die Kirche heute den hl. Stephanus. Das ist kein Zufall.„Predigt zum 2. Weihnachtsfeiertag (hl. Stephanus)“ weiterlesen
„Es könnte Jesus sein!“ – Warum wir JETZT eine Brennpunktpastoral brauchen.
Brennpunktpastoral. Ein Begriff, der offiziell noch nicht existiert und dennoch genau das beschreibt, was Kirche in Deutschland heute dringend bräuchte. Während wir in endlosen Strukturprozessen feststecken, während Pastorale Räume neu sortiert und Zuständigkeiten verschoben werden, geschieht in den belasteten Stadtteilen unserer Städte etwas sehr Reales: Menschen kämpfen sich durch den Alltag. Kinder wachsen unter Bedingungen„„Es könnte Jesus sein!“ – Warum wir JETZT eine Brennpunktpastoral brauchen.“ weiterlesen
40 Jahre „Ganz unten“ – und wir?
Vor genau 40 Jahren erschien ein Buch, das Deutschland erschüttert hat:„Ganz unten“ von Günter Wallraff.Ein Journalist, der sich als türkischer Gastarbeiter „Ali“ ausgab, um zu zeigen, wie Menschen in den 1980er-Jahren in unserem Land behandelt wurden – Menschen, die schufteten, ohne gesehen zu werden.Die unsere Straßen bauten, Fabriken am Laufen hielten, Müll sortierten, Nachtschichten schoben„40 Jahre „Ganz unten“ – und wir?“ weiterlesen
Das Crazy !
„Das Crazy!“ – Wenn Jugendkultur Grammatik auf den Kopf stellt Es ist wieder soweit: Das neue Jugendwort 2025 steht fest. Und es ist – das Crazy!Ja, richtig gelesen: das Crazy. Mit Artikel. Grammatisch also schon mal – das crazyste, was man sich vorstellen kann. Und genau das ist der Punkt.Jedes Jahr regen sich die Erwachsenen„Das Crazy !“ weiterlesen
Darf man das ?!?
Neulich habe ich mit einer Gruppe Firmlinge Psalm 8 bearbeitet. Statt ihn einfach vorzulesen, haben wir ihn gemeinsam „übersetzt“ – in ihre Sprache, ihre Bilder, ihren Humor. Heraus kam etwas, das mich umgehauen hat: „Hey!Gott du bist überall da, wo wir sind, ob wir dich sehen oder nicht. Dein Name ist überall, auch in den„Darf man das ?!?“ weiterlesen
Wo Neues aus den Rissen wächst
Predigt zu Esra 9,5-9 + Lk 9, 1-6 Liebe Schwestern und Brüder, Esra steht vor Gott – mit leeren Händen, zerknirscht, schuldbewusst. Er schaut zurück auf die Fehler seines Volkes. Er sagt nicht: „Schwamm drüber, das war einmal.“ Er sagt: Wir tragen Schuld. Und trotzdem: Gott hat uns nicht fallen lassen. Er schenkt einen neuen„Wo Neues aus den Rissen wächst“ weiterlesen
Gamescom, Diakon und Kirche – passt das zusammen?
Ich gebe es zu: Wenn ich auf der Gamescom bin, dann lasse ich für ein, zwei Tage mein „Seelsorge-Hirn“ im Standby-Modus. Dann darf ich einfach mal Kind sein – zwischen alten Arcade-Automaten, Indie-Games und der schieren Wucht der Gaming-Kultur. Auf meinem Rücken steht mein Twitch-Nick, vorne das Besucherband, und irgendwann kommt es dann doch raus:„Gamescom, Diakon und Kirche – passt das zusammen?“ weiterlesen
Das Hohelied der Liebe: Kein Kuscheltext
1 Korinther 13 – viele kennen diese Worte von Hochzeiten. „Die Liebe ist langmütig, gütig…“ – klingt schön, fast kitschig. Aber Paulus schreibt hier nicht für ein verliebtes Paar, sondern für eine Gemeinde, die sich im Alltag ziemlich verrannt hat. Kurz gesagt: Er hält ihnen einen Spiegel vor. Seine Botschaft: Du kannst der klügste Mensch„Das Hohelied der Liebe: Kein Kuscheltext“ weiterlesen
Liebe, die stärker ist, als Hass
Impuls zu Maximilian Kolbe am 14. August 1941, im Konzentrationslager Auschwitz, trat ein Mann aus der Reihe.Zehn Gefangene waren zur Strafe für die Flucht eines Mitgefangenen in den Hungerbunker geschickt worden. Einer von ihnen rief verzweifelt: „Meine Frau! Meine Kinder!“Da trat Maximilian Kolbe vor und sagte: „Ich will an seiner Stelle sterben.“Er wusste, was das„Liebe, die stärker ist, als Hass“ weiterlesen