Impuls zum Mittwoch der 4. Osterwoche

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Impuls zum Mittwoch der 4. Osterwoche (Lesungen)

Einführung:

In der Osterzeit hören wir vielfach Lesungen aus der Apostelgeschichte, Wir werden also mitgenommen, in die Zeit nach Christi Tod und Auferstehung. Wir erfahren, wie es mit den ersten Gläubigen weitergegangen ist. Wir erleben, wie das Licht der wunderbaren Nacht sich in der Welt verteilt – wir erspüren, wie das Wort, das Fleisch geworden ist, weitergegeben wird und immer mehr die Herzen der Menschen erreichen kann. Heute hören wir davon, wie Barnabas und Saulus auserwählt wurden, das Wort hinauszutragen. Interessant daran ist, wie dies` von Statten geht. Der heilige Geist sprach, wählt mir Barnabas und Saulus aus. Da fasteten Sie, legten Ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen. Die Apostelgeschichte wird von der historisch-kritischen Bibelforschung um ca. 90 n. Chr. datiert und hier wird schon etwas beschrieben, das heute noch Bestandteil unserer Liturgie ist. Das Auflegen der Hände, ehe wir jemanden ziehen lassen. In der Apostelgeschichte kann man die Anfänge sehen, die sich bis in unsere heutige Zeit weiterziehen. Durch die Weltgeschichte hindurch wurde das Licht der wunderbaren Nacht weitergegeben und erhellt unsere Welt bis heute. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, das heute auch ein besonderer Tag ist – viele von Ihnen werden es sicher wissen – heute ist der Tag der Seligsprechung von Franziska Schervier. Am 28.April 1976 wurde Franziska Schervier von Papst Paul 6. Seliggesprochen. Das Heiligsprechungsverfahren läuft seit 2008. Wir können also sehen, dass durch die Jahrtausende hinweg, das Licht der wunderbaren Nacht nicht erloschen ist und auch heute noch Menschen hervorbringt, die dieses Licht weitergeben.

Impuls:

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

in meiner Eröffnung habe ich schon recht viel gesagt, darum versuche ich mich jetzt etwas kürzer zu fassen, was mir bei Texten aus dem Johannesevangelium immer etwas schwerfällt.

Der heutige Text aus dem 12. Kapitel des Johannesevangeliums ist ein wenig so etwas, wie eine Zusammenfassung, ein Fazit. Es ist überschrieben mit dem Titel: „Jesu letzter Aufruf zum Glauben“. Vorher lesen wir von Jesu Besuch bei Maria von Magdala und Lazarus und nach diesem Text folgt schon die Fußwaschung, das letzte Abendmahl. Zeitlich machen wir also einen kleinen Sprung zurück. Aber vielleicht ist das ja auch ganz gut. Die Osternacht ist jetzt schon wieder ein paar Wochen her, der Alltag hat uns fest im Griff und dieses Osternacht-Gefühl verblasst allmählich, Daher ist es wichtig, diese Erinnerung wachzuhalten, das Licht der wunderbaren Nacht immer wieder in unsere Welt zu bringen. Barnabas und Saulus und die vielen anderen, die das Wort in die Welt gebracht haben. Franziska Schervier, Clara Fey und die vielen Seligen und Heiligen, die uns als Vorbilder dienen können, im Glauben aber mehr noch in der Nächstenliebe. Aber ganz besonders ist es eben auch wichtig einmal auf uns heute zu schauen. Auf die Heldinnen und Helden, die Seligen und Heiligen, die wir heute um uns sehen – oft nicht beachtet.

Die Mitarbeiter*innen im Gesundheitswesen, die zu Recht inzwischen mehr Aufmerksamkeit erhalten – möge das auch in gerechter Bezahlung münden. Die Verkäufer*innen, die nicht nur zu Corona Zeiten, sondern eigentlich schon immer relevant für das System sind und waren: Künstler*innen die uns durch ihre Gaben erfreuen, Komiker, die uns zum Lachen bringen, Musiker*innen ohne die unsere Gottesdienste sehr viel trister wären (DANKE KALLE!) und alle, die uns das Leben leichter machen – jetzt in der Corona Zeit, aber auch schon vorher und dann hoffentlich mehr beachtet nach Corona.

Aber ganz besonders denke ich sollte ich auch einfach mal „Danke“ sagen, an alle – ja an Alle! An alle die, die die sehr einschränkenden Maßnahmen hinnehmen, die Mitmachen, die sich selbst zurücknehmen, um solidarisch zu sein. Alle sind wir systemrelevant, jeder mit seinen Gaben!

Amen

Impuls zum Wort-Gottes-Dienst vom 28.04.21 aus der Fronleichnamskirche Aachen

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