
Impuls zum Tagesevangelium vom 04.04. (Joh.11,45-57)
Unus pro omnibus, omnes pro uno – Einer für alle, alle für einen.
Den Wahlspruch der drei Musketiere kennen Sie sicher. Geht man jetzt hin und befragt das Internet zur Herkunft das Satzes, so werden einem gleich zwei mögliche Stellen der Bibel benannt. Einmal wird auf den Apostel Paulus verwiesen, der beschreibt das Jesus Christus für uns Menschen den Tod am Kreuz starb. Er ging diesen Weg als „Einer für Alle“. Ein anderes Mal wird auf das heutige Tagesevangelium verwiesen. Der Hohepriester Kajaphas erklärt, dass es „…besser für euch ist,wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht.“ – Einer stirbt, für Alle“
Eine dritte Stelle könnten wir auch in den Einsetzungsworten erkennen: „Nehmet und trinket alle daraus. Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird, zur Vergebung der Sünden“ – Mein Blut – für euch und für Alle.
Heute wird dieser Wahlspruch häufig zur Motivation in einer Gruppe oder im Team genutzt: Wir gehören zusammen und jeder Einzelne unterstützt die Gruppe; die Gruppe unterstützt den Einzelnen. Aber das greift mir nicht weit genug, denn dann gilt diese Solidarität ja nur innerhalb einer geschlossenen Gruppe. Gerade in den Einsetzungsworten wird deutlich, dass es nicht nur um uns als geschlossene Gruppe, sondern um wirklich alle geht. Wirkliche Solidarität endet nicht am Rand meines eigenen Suppentellers.
Ihr/Euer Michael Bredohl








