Impuls zum Mittwoch der 8. Woche im Jahreskreis

Lesungen

Einführung:

Heute ist der Mittwoch der 8. Woche im Jahreskreis, aber auch der erste Mittwoch nach dem Eurovision Songcontest – und ja… natürlich ist auch heute der erste Mittwoch nach Pfingsten.

Ich könnte jetzt viel darüber sagen, was Pfingsten und der ESC für mich verbindet. Viele sprechen mit einer Stimme – der Stimme der Musik, der Stimme der Verbundenheit, der Stimme der Verständigung.

Aber es geht mir heute noch um einen anderen Aspekt.

Im Tagesevangelium hören wir davon, ein Wettbewerb darum beginnt, wer rechts und links neben dem Herrschaftsthron sitzen darf. Ein Wettbewerb, wo es um Macht und Egoismus geht.

Das diese Attribute keine sind, die uns Gott näher bringen, das zeigt auch der heutige Tagesheilige Phillip Neri, der auf Grund seines Humor aber auch dem Dienst an den Armen und Kranken zurecht heiliggesprochen wurde.

Impuls:

„Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt
und begannen, in anderen Sprachen zu reden,
wie es der Geist ihnen eingab.“, so hören wir die Pfingsterzählung in der Apostelgeschichte.

Am Samstag fand das diesjährige Finale des Eurovision Songcontest in Rotterdam statt und ich finde dieses Ereignis jedes Jahr aufs Neue faszinierend. Man kann jetzt natürlich sagen, dass der ESC ein kommerzielles Event ist und sich darum ein Vergleich mit dem heiligen Geist verbietet. Dem würde ich sogar zustimmen und ich will beides auch nicht vergleichen, aber bemerkenswert finde ich den ESC – bei aller Kritik – dann doch.

Eine Vielzahl verschiedener Nationen begegnet sich gemeinsam in der Musik, sie treten friedlich gegeneinander an und begeistern durch ihre Beiträge viele Menschen hinweg über Landesgrenzen. Ich schaue mir das jedes Jahr an, und jedes Jahr fasziniert mich ein anderes Land, ein anderer Beitrag.

Hier steht mal 3 Stunden lang nicht die Feindschaft der Länder auf dem Plan, nicht die Feindschaft zwischen den Religionen an erster Stelle, sondern die Musik und die Begeisterung. Eine andere Art der Konkurrenz wird hier gut sichtbar. Die Konkurrenz darin, die Menschen mit meinem Können, meinen Gaben, meinen Charismen zu erreichen und zu verbinden.

Vielleicht ist das auch etwas, das Markus in seinem Evangelium uns heute mitgeben möchte. Eifert einander nach im Dienst an den Menschen; überbietet euch darin, Menschen zu verbinden und zu begeistern – Nicht um deiner selbst Willen oder der Macht wegen, sondern um der Menschen wegen.

Impuls zum Mittwoch der 7. Osterwoche

Bild von Eduardo Castro auf Pixabay

Impuls zum Mittwoch der 7. Osterwoche (Lesungen)

Einführung:

In diesen Tagen stehen alle Zeichen auf Pfingsten. In den Lesungen hören wir von dem einen Beistand, der uns gegeben wurde, der Weisheit, Trost, Liebe und Friede ist. Heute hören wir gleich zwei Abschiedsreden: der Apostel Paulus, der den Hirten nochmal sehr eindringlich Worte mit auf den Weg gibt und Jesus, der im Gebet um Gebet die seinen Gott anvertraut.

Zwei Sätze haben mich heute besonders berührt:

Ich weiß: Nach meinem Weggang werden reißende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen.“ sagt Paulus zur Gemeinde in Ephesus.

Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ging verloren.“ spricht Jesus in seinem Gebet an Gott.

Die letzten Tage waren geprägt von Hass, Gewalt, Terror und Tod – besonders im heiligen Land. Diese Eindrücke lassen mich nicht kalt, sie lassen mich ratlos zurück. Ich maße mir nicht an, eine Lösung zu haben oder einen guten Rat. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass die Vielzahl der Menschen auf beiden Seiten sich den Frieden wünschen – mehr als die Gewalt. In meiner Ohnmacht und Ratlosigkeit möchte ich heute um Frieden bitten – im Heiligen Land – aber auch überall dort, wo Menschen aufgrund von Konflikten sterben müssen.

Impuls:

Eine Fahne zu verbrennen ist nix schlimmes. Das ist ja grade mal eine Sachbeschädigung und wenn es eine Fahne ist, die ich selbst gekauft habe, nicht einmal das.

Bis vor kurzem stimmte diese Aussage, denn rein rechtlich gesehen ist das Verbrennen einer Fahne lange Zeit tatsächlich nichts anderes als eine Sachbeschädigung gewesen. Inzwischen steht das Verbrennen von Fahnen ausländischer Staaten aber unter höheren Strafen.

Das Verbrennen einer Fahne ist aber gleichwohl sehr viel mehr!

Wenn die Fahne Israels öffentlich verbrannt wird, begleitet von einer Menge die „attackiert Tel-Aviv“ skandiert, dann ist das Antisemitismus! Wenn das – wie am Wochenende geschehen – in Berlin, Frankfurt, Gelsenkirchen passiert, dann geht uns das alle etwas an! Dann ist das ein Angriff nicht nur auf jüdisches Leben in Deutschland, sondern auf uns alle, die wir im Dialog zwischen den verschiedenen Religionen stehen.

Am Wochenende fand der ökumenische Kirchentag unter dem Motto „Schaut hin“ statt und das habe ich getan. Ich habe hingesehen, habe die brennenden Fahnen gesehen, habe die judenfeindlichen Kommentare gesehen, habe die Angriffe auf jüdisches Leben gesehen – und es lässt mich erschüttert – sprachlos – ohnmächtig zurück.

Ich habe heute leider keinen guten Impuls zum Tagesevangelium für Sie/Euch. Ich bin sprachlos ob dieser Bilder des Wochenendes.  

Impuls zum Mittwoch der 6. Osterwoche

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

Impuls zum Mittwoch der 6. Osterwoche (Lesungen)

Einführung:

Heute machen wir in der Lesung des Tages einen Ausflug nach Athen. Wir begleiten Paulus bei seiner berühmten Rede auf dem Areopag. Warum ist diese Rede so besonders, was macht diesen Abschnitt der Apostelgeschichte so bekannt und bedeutend? Der Areopag war in Athen der Ort, an dem viele berühmte Philosophen ihre Reden hielten. Von hier ging also die Philosophie der Antike hinaus in die Welt. Und an diesem bekannten Ort hält Paulus seine Rede. Er versucht den Menschen in Athen – die zu der Zeit sicher noch wenig bis gar nichts von Jesus Christus gehört haben – diesen Glauben nahe zu bringen. Es ist also eine Evangelisationsrede. In der Wissenschaft beschäftigt diese Rede noch bis heute die Wissenschaftler*innen: War diese Rede nun ein Erfolg oder ein Misserfolg? Diesem Gedanken möchte ich später etwas nachspüren, aber auch, was wir aus dieser Rede des Paulus für uns heute lernen können.

Impuls:

„Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören.“ Dieser Satz aus der Apostelgeschichte lässt die Wissenschaft noch heute rätseln, ob Paulus mit seiner Rede erfolgreich war, oder eben nicht.

Die Apostelgeschichte wird heute auf ca. 90 n. Chr. Datiert, das bedeutet, das Paulus diese Rede doch deutlich früher gehalten haben muss. Zu diesem Zeitpunkt war das Christentum noch nicht sehr weit verbreitet – zumindest nicht in der hellenistischen Welt, die häufig ihrem Vielgötterglauben (Zeus, Hermes, Aphrodite etc.) anhingen. Bevor Paulus seine Rede hielt, hat er sich mit der Umgebung und diesem Glauben vertraut gemacht. So knüpft er in seiner Rede an den Altar zu Ehren „dem unbekannten Gott“ an. Er tritt also nicht als überheblicher Lehrmeister auf, der mit dem moralischen Zeigefinger einzig seine Lehrmeinung vertritt. Er holt die Menschen dort ab, wo sie sind.  Und bis zu dem Punkt als Paulus von der Auferstehung der Toten spricht, scheinen ihm die Menschen auch gut folgen zu können. Dennoch spotteten einige und nur wenige folgten ihm dann weiter nach Korinth.

Zurück zur ursprünglichen Frage: War die Rede denn nun ein Erfolg oder ein Misserfolg? Die Antwort darauf liefert uns das Tagesevangelium von heute: „Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen.“ Ja, einige – vielleicht sogar viele – spotteten über Paulus. Aber können wir daraus einen Misserfolg ableiten? Ich glaube, dass Paulus Rede auf dem Areopag nicht unbedingt zum Ziel hatte, viele Menschen so zu begeistern, dass sie ihm folgen. Ich glaube viel mehr, dass Paulus hier einen Grundstein gelegt hat, einen kleinen Funken, der erst mit dem Geist der Wahrheit zu einem Feuer geführt hat. Und eines können wir heute noch von Paulus lernen. Wenn wir mit Menschen über Gott und unseren Glauben reden, dann dürfen wir nicht von unserer Glaubenswelt ausgehen, sondern müssen Ihren Glauben, ihre Glaubenswelt, ihre Anschauung respektieren.

Impuls aus der Wort-Gottes-Feier vom 12.5. in der Fronleichnamskirche Aachen

Impuls zum Mittwoch der 5. Osterwoche

Bild von ChiemSeherin auf Pixabay

Impuls zum Mittwoch der 5. Osterwoche (Lesungen)

Einführung:

Ich bin ein Kind der 80er und 90er und natürlich auch mit den entsprechenden Fernsehserien aufgewachsen. Leider – und das war in den 90ern ja auch schon so – wurden viele Serien von Werbung unterbrochen. Damals gab es einen Spot einer größeren Biermarke aus der Eifel, die einen sehr eingängigen Song spielte: „Oh won´t you stay, a little Bit longer“ Jetzt werde ich hier sicher keine Werbung für eine Biermarke machen, aber der Song ist schon sehr einprägsam…. Möchtest du nicht noch ein kleines bisschen bleiben? Es vermittelt so ein Gefühl von einer Gemeinschaft, die nett beisammensitzt und quatscht, bis das einer dann den Anfang macht und aufbricht. Die eben noch gemütliche Stimmung wendet sich in Richtung Aufbruch und Auseinandergehen, „Bleibt doch noch ein bisschen länger…“

Im heutigen Tagesevangelium trägt Jesus uns auf, zu bleiben. Gleich 8mal kommt das Wort „bleibt“ in dem Text vor. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch – nicht nur ein bisschen länger.

Impuls:

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

„Bleibt in mir“ ist heute sicher die zentrale Botschaft des Evangeliums. Aber es ist bei dem Text nicht so besonders einfach, sich auf diese Botschaft zu konzentrieren. So hören und lesen wir auch, dass die Rebe weggeworfen wird, verdorrt oder im Feuer verbrannt wird.

Ziemlich harte Worte, die zum Missverständnis einladen. Meines Erachtens nach geht es hier nämlich nicht um gute und schlechte Früchte – so nach dem Motto – die Traube ist nix, also muss sie verworfen werden. Es geht hier um die Verbindung. Nur die Trauben, die mit dem Weinstock in Verbindung bleiben, können wachsen.

Christ sein kann ich nicht für mich allein. Zum Christsein gehört die Verbundenheit in einer Gemeinschaft, die Verbundenheit im Glauben, die Verbundenheit zu Gott. Ich kann natürlich in meinem Kämmerlein für mich allein meditieren, aber das ist dann eben etwas anderes als „Christ sein“. Und selbst die strengen Orden, die viel Zeit in Einsamkeit verbringen, beten täglich gemeinsam. Und im Stundengebet, selbst wenn ich es zuhause allein bete, bin ich in einer Gemeinschaft von Menschen, die an einem anderen Ort eben dieses Stundengebet beten. Christ sein geht nur, wenn ich Verbunden bleibe. Bleibet in mir, dann bleibe ich in euch. Das hat etwas zutiefst beruhigendes für mich.

Impuls aus dem Wort-Gottes-Dienst vom 05.05. in der Fronleichnamskirche Aachen

Impuls zum Mittwoch der 4. Osterwoche

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Impuls zum Mittwoch der 4. Osterwoche (Lesungen)

Einführung:

In der Osterzeit hören wir vielfach Lesungen aus der Apostelgeschichte, Wir werden also mitgenommen, in die Zeit nach Christi Tod und Auferstehung. Wir erfahren, wie es mit den ersten Gläubigen weitergegangen ist. Wir erleben, wie das Licht der wunderbaren Nacht sich in der Welt verteilt – wir erspüren, wie das Wort, das Fleisch geworden ist, weitergegeben wird und immer mehr die Herzen der Menschen erreichen kann. Heute hören wir davon, wie Barnabas und Saulus auserwählt wurden, das Wort hinauszutragen. Interessant daran ist, wie dies` von Statten geht. Der heilige Geist sprach, wählt mir Barnabas und Saulus aus. Da fasteten Sie, legten Ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen. Die Apostelgeschichte wird von der historisch-kritischen Bibelforschung um ca. 90 n. Chr. datiert und hier wird schon etwas beschrieben, das heute noch Bestandteil unserer Liturgie ist. Das Auflegen der Hände, ehe wir jemanden ziehen lassen. In der Apostelgeschichte kann man die Anfänge sehen, die sich bis in unsere heutige Zeit weiterziehen. Durch die Weltgeschichte hindurch wurde das Licht der wunderbaren Nacht weitergegeben und erhellt unsere Welt bis heute. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, das heute auch ein besonderer Tag ist – viele von Ihnen werden es sicher wissen – heute ist der Tag der Seligsprechung von Franziska Schervier. Am 28.April 1976 wurde Franziska Schervier von Papst Paul 6. Seliggesprochen. Das Heiligsprechungsverfahren läuft seit 2008. Wir können also sehen, dass durch die Jahrtausende hinweg, das Licht der wunderbaren Nacht nicht erloschen ist und auch heute noch Menschen hervorbringt, die dieses Licht weitergeben.

Impuls:

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

in meiner Eröffnung habe ich schon recht viel gesagt, darum versuche ich mich jetzt etwas kürzer zu fassen, was mir bei Texten aus dem Johannesevangelium immer etwas schwerfällt.

Der heutige Text aus dem 12. Kapitel des Johannesevangeliums ist ein wenig so etwas, wie eine Zusammenfassung, ein Fazit. Es ist überschrieben mit dem Titel: „Jesu letzter Aufruf zum Glauben“. Vorher lesen wir von Jesu Besuch bei Maria von Magdala und Lazarus und nach diesem Text folgt schon die Fußwaschung, das letzte Abendmahl. Zeitlich machen wir also einen kleinen Sprung zurück. Aber vielleicht ist das ja auch ganz gut. Die Osternacht ist jetzt schon wieder ein paar Wochen her, der Alltag hat uns fest im Griff und dieses Osternacht-Gefühl verblasst allmählich, Daher ist es wichtig, diese Erinnerung wachzuhalten, das Licht der wunderbaren Nacht immer wieder in unsere Welt zu bringen. Barnabas und Saulus und die vielen anderen, die das Wort in die Welt gebracht haben. Franziska Schervier, Clara Fey und die vielen Seligen und Heiligen, die uns als Vorbilder dienen können, im Glauben aber mehr noch in der Nächstenliebe. Aber ganz besonders ist es eben auch wichtig einmal auf uns heute zu schauen. Auf die Heldinnen und Helden, die Seligen und Heiligen, die wir heute um uns sehen – oft nicht beachtet.

Die Mitarbeiter*innen im Gesundheitswesen, die zu Recht inzwischen mehr Aufmerksamkeit erhalten – möge das auch in gerechter Bezahlung münden. Die Verkäufer*innen, die nicht nur zu Corona Zeiten, sondern eigentlich schon immer relevant für das System sind und waren: Künstler*innen die uns durch ihre Gaben erfreuen, Komiker, die uns zum Lachen bringen, Musiker*innen ohne die unsere Gottesdienste sehr viel trister wären (DANKE KALLE!) und alle, die uns das Leben leichter machen – jetzt in der Corona Zeit, aber auch schon vorher und dann hoffentlich mehr beachtet nach Corona.

Aber ganz besonders denke ich sollte ich auch einfach mal „Danke“ sagen, an alle – ja an Alle! An alle die, die die sehr einschränkenden Maßnahmen hinnehmen, die Mitmachen, die sich selbst zurücknehmen, um solidarisch zu sein. Alle sind wir systemrelevant, jeder mit seinen Gaben!

Amen

Impuls zum Wort-Gottes-Dienst vom 28.04.21 aus der Fronleichnamskirche Aachen

Impuls zum Mittwoch der 2. Osterwoche

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Impuls zum Mittwoch der 2. Osterwoche (Lesungen)

Einführung:

Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern.

So sei nun Lob gesungen, dem hellen Morgenstern.

Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein.

Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.

Wissen Sie, von wem diese Zeilen stammen? Sie sind von Jochen Klepper aus dem Jahr 1938 – und ja, ich weiß… es ist eigentlich ein Advent-, bzw. Weihnachtslied. Aber ich finde dieses Lied und die Geschichte von Jochen Klepper sehr beeindruckend. Er schrieb diese Zeilen als Gedicht und es wurde 1938 veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt wurde Klepper schon wegen seiner Ehe mit einer jüdischen Frau ausgegrenzt und drangsaliert – die Veröffentlichung seines Buches „Kyrie“ wurde lange durch die Nazis verzögert. Nachdem im Jahr 1942 die Ausreise seiner Tochter ins rettende Ausland scheiterte, wählte die Familie den Freitod. In diesem Lichte hat das Lied bzw. das Gedicht nochmal eine besondere Wirkung auf mich. Und es ist auch ein Osterlied! Das Licht der Osternacht ist schon durch den Karfreitag hindurch  sichtbar und bescheinet unsere Angst und Pein.

Auch das heutige Tagesevangelium verbindet Advent und Ostern miteinander. Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.“, so hören wir heute im Johannesevangelium. Und Johannes ruft hier den Beginn seines Evangeliums in den Sinn, den wir oft im Advent hören: „In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.“

Nacht und Licht – Schein und Pein, um diese Gegensätze geht es in den heutigen Texten.

Impuls:

Liebe Schwestern und Brüder,

den Passus aus dem Johannesevangelium, den wir gerade gehört haben, steht am Ende des 3. Kapitels. Es ist das Ende des nächtlichen Gespräches zwischen Jesus und Nikodemus dem Pharisäer, von dem wir zuletzt in der Johannespassion gehört haben. Im Schutz der Nacht – auch um sich vor Ausgrenzung und Repressionen zu schützen – macht er sich auf zu Jesus, um mit ihm zu sprechen. Leider hören wir hier heute nur den Abschluss dieser nächtlichen Begegnung. Das ist ein bisschen so, als würde man beim Tatort kurz vor Ende erst einschalten. Man bekommt das Wichtigste, das Fazit noch mit, aber nichts von der Handlung – das ist etwas schade, denn ich halte dieses nächtliche Gespräch für sehr zentral und besonders im gesamten Johannesevangelium, erörtert es uns doch so grundlegende Inhalte des Glaubens.

Nach der Tempelaktion Jesu – dazu haben wir in der Fastenzeit ja etwas gehört – findet dieses nächtliche Gespräch statt. Nikodemus macht sich in der Nacht auf zu Jesus – Er kommt aus der Dunkelheit zum Licht – um Jesus seine Fragen zu stellen. Zu Beginn des Dialoges hat Nikodemus noch viele Sprachanteile, doch wandelt sich das Gespräch hin zu einem Monolog Jesu, dass wir als Leser und Hörer auch erst verstehen, mit dem Wissen um Jesu Passion. Der Monolog gipfelt in dieses Meisterwerk, das uns daran erinnert, dass die Nacht vorgedrungen ist und der Tag nicht mehr fern ist – das auf den Karfreitag das Licht der Osternacht folgt – dass der Morgenstern unsere Angst und Pein bescheinet – dass uns das Licht, auf das wir im Advent hinfiebern auch im Ostergeheimnis leuchtet.

Amen

Impuls aus der Wort – Gottes – Feier vom 14.4. in der Fronleichnamskirche Aachen

Impuls zum Mittwoch der Karwoche

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Impuls zum Mittwoch der Karwoche (Lesungen)

Einführung:

Sag ja zu mir, wenn alles nein sagt, weil ich so vieles falsch gemacht!

– Im Lichte des heutigen Evangeliums könnte man denken… Dieses Lied ist voll und ganz auf Judas Iskariot geschrieben worden.

Heute, am Tage vor dem Triduum – den heiligen drei Tagen – hören wir von Jesu Verrat durch Judas – der Stein, der alles ins Rollen gebracht hat.

Wie gerne sind wir Menschen doch dazu bereit, jemandem die Schuld zu geben; Eine oder Einen zu benennen, der die Ursache ist. „Der Busfahrer ist schuld das ich zu spät bin“; „der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen“; „das chinesische Virus“.

Das macht es vielleicht einfacher für uns komplexe Ursachen zu verstehen, aber ist in den meisten Fällen doch fern ab von der Realität. Schwieriger wird es, wenn wir von Menschen aus unserem nächsten Umfeld enttäuscht, belogen oder verraten worden sind. Diese Wunde sitzt tief und ist oft nicht zu schließen. Aber gerade hier sind wir gefordert, auch – oder vielleicht gerade dann – zu vergeben.

Die heutige Schriftlesung fordert uns geradezu dazu auf, auf die Menschen zu schauen, die uns so sehr verletzt haben, aber auch auf uns selber und auf unsere Fehler.

Impuls:

Ich habe Ihnen heute ein Bild mitgebracht, das mich immer wieder besonders beeindruckt: Das Bild des guten Hirten, der den toten Judas auf seinen Schultern trägt. Ein Bild, das für mich wie kein anderes für Vergebung steht! Jesus trägt den Menschen, der ihn verraten und belogen hat auf seinen Schultern – gibt ihm Geborgenheit und Schutz. Dieses Bild hat bei mir ganz konkret zum Umdenken geführt.

Vor einiger Zeit wurde ich von einem mir sehr nahestehenden Menschen über einen längeren Zeitraum belogen und betrogen. Lange habe ich das vermutet aber irgendwann dann auch herausgefunden. Nachdem ich die Gewissheit hatte, habe ich den Kontakt abgebrochen – eine lange, vertrauensvolle Freundschaft beendet.

Das ganze ging so weit, das ich den Passus „wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ nicht mehr beten konnte und lieber hier geschwiegen habe. Hierüber habe ich damals mit meinem geistlichen Begleiter gesprochen, der mir dann ein sehr beeindruckendes Bild mitgab, nämlich Jesu letzte Worte am Kreuz: „Herr, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“

Jesus bittet Gott darum, den Menschen, die ihm das angetan haben, zu vergeben – er war in diesem Moment nicht in der Lage dazu, selber zu verzeihen. Aber durch diese an Gott übertragene Vergebensbitte ist der Weg Offen geblieben.

Diese Worte und das Bild vom guten Hirten haben bei mir zu einem Umdenken geführt. Ich habe Gott gebeten dem Menschen zu vergeben, der mir das angetan hat. Und das hat irgendwann tatsächlich dazu geführt, das ich den Passus im Vater unser wieder beten konnte.

Heute übrigens bin ich mit der Person wieder im Kontakt. Die Freundschaft wird sicher nie wieder so sein können, wie sie einmal war. Aber wir reden wieder miteinander.

Das heutige Tagesevangelium kann uns vielleicht mitgeben, auf unseren Umgang mit den Menschen zu schauen, die uns verletzt haben – aber auch auf die Verletzungen, die wir anderen zugefügt haben.

Amen

Impuls aus dem Wort-Gottes-Dienst vom 31.3. in der Fronleichnamskirche Aachen

Impuls zum 4. Mittwoch der Fastenzeit

Impuls zum 4. Mittwoch der Fastenzeit (Lesungen)

Einführung:

Viele von euch wissen ja sicher, dass ich das Buch Jesaja sehr schätze und ein großer Fan des Johannesevangeliums bin. Heute trifft beides Aufeinander. Wir hören eine Lesung aus dem Buch Jesaja – und dann auch noch eine der schönsten Stellen dieses Buches.

Als „Spruch des Herrn“ bekommen wir hier heute die Zusage Gottes, dass er uns nicht vergessen wird, selbst wenn wir uns abwenden, wenn wir den geschaffenen Raum verlassen, wenn wir klagen: „Gott hat mich vergessen.“

Und manchmal mögen wir uns vielleicht wirklich so fühlen: „Mit dieser Situation hätte ich niemals gerechnet.“ „Warum hast du das zugelassen Gott?“ „Warum lässt du mich mit dieser Situation so ganz allein?“ Jesus nennt Gott seinen Vater und wie ein Vater kann Gott Leid und Rückschläge nicht vermeiden, aber er geht den Weg mit uns zusammen.

„Ich vergesse dich nicht“ – Spruch des Herrn

Impuls:

Ich vergesse dich nicht, das ist heute die Kernaussage der beiden Texte. Das Zugeständnis im Buch Jesaja, das Gott selbst denen gibt, die Sagen, dass Gott sie vergessen und verlassen hat. Und die Zusage Jesu, dass er alles von seinem Vater gelernt hat, dass der Vater ihm alles gezeigt hat und dass er ihm noch größere Werke zeigen wird. Aber was soll das denn bedeuten?

Vor diesem gerade gehörten Text hat Jesus einen Gelähmten geheilt… Wie soll das überboten werden?

Natürlich wissen wir darum, dass in einem späteren Abschnitt die Auferweckung des Lazarus folgt, was hier vielleicht als Steigerung angesehen werden kann. Aber ich glaube vielmehr das Johannes es hier auf eine andere Ebene der Steigerung abgesehen hat.

Jesus ist als Sohn Gottes auf die Welt gekommen und uns Menschen aufzurichten. Er richtet uns auf, immer dann, wenn wir am Boden liegen – wenn wir den Weg nicht mehr finden, dann geht er mit uns.

Das größere Wunder ist also nicht eine Art Top Ten der Wundertaten zu vollbringen, sondern uns Menschen eine Perspektive zu bieten, uns immer wieder aufzurichten, uns immer wieder weiten Raum zu schaffen.

Amen

Impuls aus der Wort-Gottes-Feier vom 17.03.21 in der Fronleichnamskirche Aachen

Impuls zum Mittwoch der 3. Fastenwoche

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Impuls zum Mittwoch der 3. Fastenwoche (Lesungen)

Einführung:

Zu einem klassischen Sonntag-Abend gehört oft der „Tatort“ im Ersten. Sogar bei jungen Erwachsenen hat die Serie Kultstatus. Vor Corona gab es sogar regelmäßige Events, an denen man sich in Kneipen getroffen hat, um dort gemeinsam zu Tatorten. Aber das Konzept der Krimi-Serie ist nicht unbedingt neu. Viele Filme und Serien widmen sich dem Bereich „Recht und Ordnung“, es gibt oft einen (oder mehrere) „Bösewichte“, die sich schuldig gemacht haben – und die Guten, die diese Schuld aufdecken.

Heute hören wir in der Tageslesung davon, dass Gott dem Mose das Gesetz – die 10 Gebote – gegeben hat, als Grundlage für das Zusammenleben der Menschen und als Richtschnur für das Leben mit Gott. Er stellt also das Volk Israel hier auf ein Fundament, gibt dem Ganzen einen Boden – stellt unsere Füße auf weiten Raum. Und Gott gibt hier nicht einfach ein Regelwerk aus und ist dann wieder weg. Mose erinnert uns heute daran, dass diese Regeln von einem Gott stammen, der uns eben Nahe ist, wann immer wir ihn anrufen. Und auch Jesus erinnert uns an dieses Fundament. Er ist nicht auf die Welt gekommen, um die Gesetze aufzuheben, die uns gegeben sind, sondern alles, was in diesen 10 Geboten grundgelegt ist, bleibt weiter von Bedeutung.

Die heutigen Texte sind gleichermaßen eine Verbindungstür zwischen Altem- und Neuem Testament bzw. erstem und zweitem Testament. Es ist aber auch die Tür – die Verbindung – zu unseren jüdischen Schwestern und Brüdern. So unterschiedlich wir in unserem Glauben an vielen Stellen sein mögen, so stehen wir auf einem gemeinsamen Fundament, ja so stehen unsere Füße auf dem gleichem – weitem Raum.

Impuls:

Es ist oft sinnvoll zu schauen, wo die Texte des Tagesevangeliums genau geschrieben stehen. Der heutige Text aus dem Matthäusevangelium steht zwischen den Seligpreisungen und Jesu Ausführungen zum Gesetz. Mit Jesus gibt es kein neues Gesetz, keine neuen Gebote. Alles was bisher als Wort Gottes zu uns kam, bleibt von Bestand. Viel mehr führt Jesus die Gebote weiter. „Du sollst nicht töten“ heißt bei Jesus auch, dass man seinem Gegenüber mit Respekt begegnen muss, ihn nicht mal einfach „Narr“ oder „Dummkopf“ nennen soll.

Besonders interessant finde ich folgende Ausführung: „Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe!“ Das heißt für mich, mir immer bewusst zu machen, dass ich mich schuldig gemacht habe. Das ich vielleicht unfair zu meinen Mitmenschen war; dass ich jemanden im Streit zurückgelassen habe; dass ich vielleicht an jemandem vorbei gegangen bin – ohne ihm zu helfen. In der österlichen Bußzeit werden wir immer wieder daran erinnert und in jedem Gottesdienst steht diese Erinnerung der Versöhnung am Anfang. Wir bitten um Gottes Erbarmen und bitten um Vergebung unserer Schuld, erst dann beginnen wir den Gottesdienst mit dem Tagesgebet, hören das Wort Gottes und empfangen den Leib Christi.

Impuls aus der Wort-Gottes-Feier vom 10.03.2021 in der Fronleichnamskirche Aachen

Impuls zum 3. Fastensonntag

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Impuls zum 3. Fastensonntag (Lesungen)

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

im heutigen Tagesevangelium hören wir davon, dass Jesus mal so richtig ungemütlich wird. Das hat mich lange Zeit ziemlich verstört zurückgelassen. Jesus – der allen Menschen zugewandt ist; der Zuhört; der Gesund-macht wird hier sehr wütend und ungemütlich. Das ist erstmal unverständlich.

Ich habe einmal versucht drei Impulse zu dem Text herauszustellen:

  1. Was bedeutet diese Tempelaktion für mich; also für den Einzelnen
  2. Warum war die Tempelaktion eigentlich nötig?
  3. Was kann die Tempelaktion denn für uns als Christen/ als Gemeinschaft bedeuten?

Was bedeutet diese Tempelaktion für mich; also für den Einzelnen?

Ich bin vor einiger Zeit in der Aachener Innenstadt gewesen und habe einen Kaffee in der Außengastronomie einer Gaststätte in der Nähe des Elisenbrunnen getrunken. Während ich so da saß, kam jemand vorbei, um um Geld zu betteln. Ich habe dem Herrn auch etwas gegeben, aber nur kurz darauf kam der Kellner der Gastronomie heraus, um mir zu sagen, dass ich das zu unterlassen habe. Ich hätte vermutlich nicht viel dazu gesagt, wenn der Kellner nicht so etwas gesagt hätte wie: „Solche Typen kommen sonst immer wieder!“

Daraufhin kam es zu einer längeren – teils lautstarken Diskussion mit dem Kellner, die damit endete, dass ich die Lokalität verlassen sollte. Bis heute bin ich dort nicht mehr gewesen.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir diese abwertenden Worte dermaßen gegen den Strich gingen, dass ich einfach etwas dazu sagen musste, ja sogar lautstark mein Verhalten verteidigte. Das war – im Vergleich zur Tempelaktion Jesu – vielleicht nur ein Aktiönchen, aber was man vielleicht für sich selbst aus dieser Aktion Jesu mitnehmen kann, ist:

  • Aufzustehen und das Wort zu ergreifen für seine eigene Überzeugung, für die Menschen, die keine Stimme haben.
  • Zustände, so wie sie sind, nicht als gegeben voraussetzen.

Es geht! Anders!

Warum war die Tempelaktion eigentlich notwendig?

Für uns mag es befremdlich klingen, dass im damaligen Tempel Viehhändler und Geldwechsler waren. Zugegeben, die Vorstellung ist auch etwas seltsam, wenn hinten in der Ecke am Weihwasserspender ein Viehhändler Opfertiere anbieten würde oder wenn in der Ecke am Taufbecken ein Geldwechsler seinen Laden betriebe. Aber es war zu der damaligen Zeit üblich, dass Händler und Geldwechsler in einem Bereich des Tempels Opfertiere verkauften und die ausländische Währung in die „Tempelwährung“ wechselten. Dieses Geldwechseln war damals notwendig, weil die anderen Währungen meistens mit Bildern des Kaisers geprägt waren, der sich selbst als Gott verehren ließ. Dieses Bild wollte man im Tempel natürlich nicht haben. Und auch der Verkauf von reinen Opfertieren – also Tieren, die für den Opferkult zugelassen waren – war sicherlich nicht unbedingt verwerflich. Jesus geht es hier um sehr viel mehr. Es geht ihm um den eigentlichen Opferkult. Eine neue Zeit ist angebrochen, es braucht kein Opfer mehr, um Gott in irgendeiner Weise zu besänftigen, es braucht nicht mehr den einen Tempel, um Gottes Nähe zu erfahren.

Jesus ist als Gottes Sohn auf die Welt gekommen, er ist der Ort, das Zentrum, an dem wir Gottes Nähe erfahren können.

Jesus treibt also die Tiere und die Geldwechsler aus dem Tempel, nicht um an einigen Wenigen ein Zeichen zu setzen, sondern um diesem bisherigen Opferkult die Grundlage zu entziehen. Vereinfacht gesagt: Jesus setzt hier ein Zeichen gegen das „das haben wir schon immer so gemacht!“

Es geht! Anders!

Was kann die Tempelaktion denn für uns als Gemeinschaft bedeuten?

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum – Die Kraft des Wandels“

So lautet der Titel des Hungertuches der chilenischen Künstlerin Lilian Moreno Sanchez und es passt sehr gut zu dieser Tempelaktion. „ES geht, Anders! Lautet das Motto der diesjährigen Misereor-Fastenaktion.  Das Hungertuch und der Titel der Fastenaktion sind für mich eine Erinnerung an Jesu Tempelaktion. Es erinnert mich daran, dass Wandel möglich ist, ein Bild gegen das typische „das haben wir schon immer so gemacht“.

Oft bekomme ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis zu hören, dass WIR als Kirche uns doch aus der Politik und Gesellschaft raushalten sollen. Das kommt natürlich von Menschen, die nicht mehr viel mit dem christlichen Glauben zu tun haben. WIR als Kirche sollen uns doch lieber um unser Kerngeschäft kümmern und uns in unsere Kirchen und Beichtstühle zurückziehen. Und dann ist es genau diese Bibelstelle, die ich dann gerne zitiere.

Selbstverständlich hat sich Jesus mit der damaligen Gesellschaft angelegt, natürlich hat er Missstände aufgezeigt – innerhalb der damals Gläubigen und auch außerhalb in der damaligen Gemeinschaft – und daraus erwächst für mich auch der Auftrag, kritisch Missstände zu benennen.

Und so sehe ich das heutige Tagesevangelium auch als Aufforderung an mich, die Augen offen zu halten und Missstände zu benennen. Innerhalb unserer Kirche, aber auch in der Gesellschaft.

Es ist für mich der Aufruf, aufzustehen, mich auf den Weg zu machen, aus`m Quark zu kommen, denn:

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum!“ – „Es geht! Anders!

Impuls aus der Sonntagsmesse vom 07.03.2021 in der Fronleichnamskirche Aachen